Das Cinema Gouda taucht mit Filmen und Gesprächen in Geschichten von Jakarta bis zu den Molukken ein
Am Samstag, dem 13. Juni, steht das Cinema Gouda ganz im Zeichen von Geschichten über Identität, Familiengeschichte und kulturelles Erbe. Mit der Vorführung der Dokumentarfilme „Mama'ku“ und „Batik, Beats & Bumbu“ sowie einer besonderen Fragerunde mit den Filmemachern nimmt das Cinema Gouda die Besucher mit auf eine Reise von Jakarta bis zu den Molukken und von der kolonialen Vergangenheit bis zur Suche einer neuen Generation nach ihren Wurzeln.
Der Nachmittag beginnt mit „Mama’ku“, dem neuen Dokumentarfilm des Filmemachers Sven Peetoom. In dem Film begleitet er die Tänzerin und Choreografin Cheroney Pelupessy, die gemeinsam mit ihrer Mutter zum ersten Mal nach Indonesien reist. Von Jakarta bis nach Saparua auf den Molukken erforschen Mutter und Tochter eine verschwiegenen Familiengeschichte, in der Migration, häusliche Gewalt und generationenübergreifende Traumata eine wichtige Rolle spielen.
Anschließend wird „Batik, Beats & Bumbu“ gezeigt, ein Dokumentarfilm der Regisseurin Claire Pijman. Der Film begleitet eine neue Generation von Kreativen, die das gemeinsame kulturelle Erbe der Niederlande und Indonesiens auf zeitgemäße Weise neu interpretieren. Vom Modeatelier Guave, wo traditioneller Batik eine moderne Interpretation erfährt, bis hin zu Musikern, Fotografen und kulinarischen Künstlern, die ihrem kulturellen Erbe neue Bedeutungen verleihen.
Die Doppelvorführung bietet Raum für Begegnung, Wiedererkennung und Vertiefung. Beide Filme zeigen, wie jüngere Generationen mit einer Geschichte umgehen, über die lange Zeit nicht gesprochen wurde, und wie Kunst, Musik, Mode und persönliche Geschichten zu einem besseren Verständnis von Identität und Herkunft beitragen können.
Das Programm dauert von 15:00 bis 18:30 Uhr und findet im Cinema Gouda statt. Karten sind über die Website des Cinema Gouda erhältlich.