Sechs Jahrhunderte starker Frauen am Internationalen Frauentag
Am Samstag, dem 8. März, präsentiert das Museum Gouda anlässlich des Internationalen Frauentags die Ausstellung „Ongehoord – Verzamelde vrouwen“. Sechs Jahrhunderte Geschichte aus der Perspektive von 30 Frauen aus der Sammlung. Von der mutigen Gräfin Jacoba von Bayern und der wegweisenden Schönschreiberin Maria Strick bis hin zur einflussreichen Künstlerin Charley Toorop, der Glasgraveurin Johanna Breebaart, die ihre Talente für die Emanzipationsbewegung des 19. Jahrhunderts einsetzte, und der zeitgenössischen Goudaer Künstlerin Rkia Majourhate. Das Museum ist an diesem besonderen Tag kostenlos geöffnet.
Anlässlich des Internationalen Frauentags gibt es am 8. März ein abwechslungsreiches Programm, das an die Themen der Ausstellung anknüpft. Die Kuratorin Jorien Soepboer, die die Ausstellung zusammengestellt hat, gibt während einer Speedtour-Führung einen tieferen Einblick in ihre Forschung zu den Frauen aus der Sammlung des Museums Gouda. Die Spoken-Word-Künstlerin Asmae Amaddaou verstärkt die Stimmen der Frauen mit einer kraftvollen Performance, während Laurens Moreno als Nachfahre von Constance und Péronne Arntzenius mit Live-Musik das reiche Erbe dieser Frauen zum Leben erweckt:
11.30 + 12.30 Uhr – Speedtour-Führung durch Kuratorin Jorien Soepboer
13.00 + 14.00 Uhr – Spoken Word von Asmae Amaddaou
13.30 + 14.30 Uhr –Live-Musik von Laurens Moreno
Constance und Péronne Arntzenius – ein freigeistiges Duo
Eine der bemerkenswerten Geschichten in der Ausstellung ist die der Schwestern Constance und Péronne Arntzenius. Zwischen den beiden Weltkriegen gingen sie ganz ihren eigenen Weg. Die Schwestern reisten ab den 1910er Jahren durch die Vereinigten Staaten, Kanada und Mexiko – eine Art Backpacker avant la lettre. Sie verdienten ihr Geld mit Gesang, Fotografie und Film und schufen damit ein eigenes künstlerisches und kulturelles Erbe. Ihr gewagter Lebensstil symbolisiert unkonventionelle Freiheit: Sie nahmen sich den Freiraum, das zu tun, was sie wollten – etwas, das zu ihrer Zeit alles andere als selbstverständlich war. In der Ausstellung sind Fotos von ihren Reisen zu sehen, die ihre Unabhängigkeit und ihren Freiheitsdrang beleuchten.
Resilienz
„Ongehoord – Verzamelde vrouwen“ nimmt die Besucher mit auf eine Reise durch die vielfältigen und einflussreichen Rollen, die Frauen im Laufe der Jahrhunderte eingenommen haben. Von bahnbrechenden Künstlerinnen und Wissenschaftlerinnen bis hin zu engagierten Sozialaktivistinnen und unternehmerischen Pionierinnen: Die Ausstellung beleuchtet den unbestreitbaren Einfluss von Frauen auf die Geschichte. Die Geschichten veranschaulichen, wie Frauen trotz der ihnen auferlegten Hindernisse nicht nur die Gesellschaft geprägt haben, sondern immer wieder ihren eigenen Weg bahnten, Generation für Generation.
Mit Dank an
Die Forschung zu den Frauen in der Sammlung des Museum Gouda wurde durch das Kuratorenstipendium des Cultuurfonds ermöglicht. Dies ermöglichte es der Kuratorin Jorien Soepboer, die verborgenen Geschichten von Frauen aus der Sammlung zu erforschen und sie einem breiteren Publikum zugänglich zu machen.