Eine virtuelle Zeitreise lässt das historische Gouda am Samstag, dem 5. September, wieder zum Leben erwachen

Wie sah Gouda aus, als täglich Lastkähne durch die Stadt fuhren, Stadttore noch das Straßenbild prägten und das Wasser die wichtigste Verbindung zum Rest von Holland darstellte? Beim ersten Historischen Lastkahn-Tag am Samstag, den 5. September können Besucher eine besondere Zeitreise durch die Vergangenheit von Gouda unternehmen.

Lange bevor es Züge gab, waren Lastkähne das wichtigste öffentliche Verkehrsmittel zwischen den Städten der Niederlande. Gouda spielte dabei eine zentrale Rolle.  Hier flossen die Gouwe und die Hollandse IJssel zusammen, wurden Schleusen angelegt, liefen die Bierbrauereien auf Hochtouren und führte eine der wichtigsten Handelsrouten Hollands quer durch die Stadt. Von der Stadt aus fuhren täglich Zugkähne unter anderem nach Rotterdam, Leiden, Amsterdam und Utrecht. Beim Historischen Treideltag können Sie selbst entdecken, wie wichtig diese Wasserverbindungen für Handel, Austausch und die Entwicklung des Alltagslebens im Goldenen Zeitalter waren.

Mit Aktivitäten auf und entlang der Hoge und Lage Gouwe wird die Geschichte der historischen Treidellkanäle erzählt. Ab 13:00 Uhr starten stündlich kostenlose Bootsfahrten. Außerdem gibt es historische Spaziergänge, Vorträge, Aktivitäten für Kinder und eine besondere digitale Zeitreise, bei der die Vergangenheit auf überraschende Weise für Jung und Alt wieder zum Leben erweckt wird. Eintrittskarten für Boots- und Wandertouren sind am Tag selbst kostenlos erhältlich.

Um 14.00 Uhr beginnt der kostenlose Vortrag in der Sint-Joost-Kapelle, Lage Gouwe 134 in Gouda. Theo Pronk von der Stiftung „Verborgen Stad“ und der Stadtgeschichtler Henkjan Sprokholt nehmen die Besucher mit auf eine Reise zu digital rekonstruierten Orten und zeigen, wie entscheidend das Wasser für die Entwicklung der Stadt war. 

Mit der App „History5D“ begibt man sich auf eine virtuelle Zeitreise und erlebt, wie Gouda im 17. Jahrhundert aussah. Besucher können sozusagen durch ein „Google Street View der Vergangenheit“ spazieren. Unterwegs tauchen verschwundene Stadttore, Schleusen und andere historische Orte auf. Aber nicht nur Gebäude und Straßen; auch die Menschen, die Gouda im Laufe der Jahrhunderte bevölkerten, erhalten ein Gesicht. So begegnet man unter anderem Passagieren von Lastkähnen, Soldaten, Migranten, Jung und Alt. Sogar bekannte Einwohner von Gouda kommen vorbei!

Informationen

5. September 2026, 12:00 – 17:30 Uhr
Beginn: 12:00Uhr
Ende: 17:30Uhr