Die vielbeachtete Ausstellung „Susanna, vom Mittelalter bis MeToo“, die von Oktober 2024 bis März 2025 im Museum Gouda zu sehen war, ist für den Ausstellungspreis 2025 nominiert. Nur zehn Museen kommen für diesen renommierten nationalen Preis der Zeitschrift „Museumtijdschrift“ in Frage. Das Stadtmuseum ist sehr stolz darauf und ruft alle Einwohner von Gouda dazu auf, ihre Stimme abzugeben.

„Fantastisch! Mit dieser Nominierung rücken wir Gouda als Kulturstadt wirklich ins Rampenlicht“, erklärt Museumsdirektorin Femke Haijtema. „Und es freut mich, dass ‚Susanna‘ Eindruck gemacht hat. Sowohl das relevante Thema als auch die wunderschönen Kunstwerke haben das verdient.“ Susanna ist eine jahrhundertealte Geschichte über eine junge Frau, die von zwei mächtigen Männern bedrängt wird. Bekannt aus dem biblischen Alten Testament und aus Tausendundeiner Nacht, doch erst durch die Kunst wurde Susanna wirklich berühmt. Immer wieder wurde sie gemalt, oft als schöne nackte Frau, die in einem Brunnen badet. In der Ausstellung untersuchte das Museum, warum Künstler diese MeToo-Szene immer wieder festhielten.

Die Schwestern
und Susanna inspirierten Künstler von Rembrandt van Rijn bis Artemisia Gentileschi sowie zeitgenössische Künstler. Als Symbol für Frömmigkeit und eheliche Treue oder gerade als Lustobjekt. Als bedrängte Beute oder gerade als starke Überlebende. Anhand von Dutzenden Gemälden, Zeichnungen und Objekten aus dem In- und Ausland wurde Susanna in Gouda eine Bühne geboten. Außerdem entschied sich das Museum für eine überraschende Zusammenarbeit mit den Sekszusjes, bekannt durch ihre pädagogische YouTube-Serie. „Die Ausstellung löste unterschiedliche Reaktionen aus“, bemerkt Haijtema. „Und genau das ist interessant! Viele Menschen fanden Susanna sehr schön oder beeindruckend und waren bewegt, aber es gab auch Besucher, denen sie überhaupt nicht gefiel.“ Spezielle Programme zu den Themen Einwilligung und grenzüberschreitendes Verhalten erreichten rund 1.000 Jugendliche.

Überwältigt
Museumsmitarbeiter und ehrenamtliche Helfer erinnern sich vor allem an den Erfolg und den enormen Besucherandrang. „In den letzten Wochen wussten wir fast nicht mehr, wie uns geschah. Ehrlich gesagt waren wir auch ein bisschen erleichtert, als die Ausstellung vorbei war“, gesteht Lonneke van der Kraan, Mitarbeiterin im Besucherbetreuungsteam. Nicht weniger als 41.291 Menschen besuchten „Susanna“ – ein Rekord für das Museum. Besucher, die aus dem ganzen Land eigens für die Ausstellung nach Gouda kamen, sorgten für einen lokalen wirtschaftlichen Impuls von mindestens 1,5 Millionen Euro.

Jede Stimme zählt
Die kommenden zwei Wochen stehen für das Museum in Gouda ganz im Zeichen der Wahlkampagne. Der Wettbewerb mit größeren Museen erfordert Kreativität und hundertprozentigen Einsatz. Bürgermeister Pieter Verhoeve gibt mit seiner Stimme den Startschuss. „Es ist fantastisch, dass das Museum Gouda zu den besten Museen der Niederlande gehört. Lasst uns dafür sorgen, dass unsere Stadt diesen Preis gewinnt, also abstimmen, Leute!“ Wer abstimmt, hat außerdem die Chance auf ein VIP-Wochenende für zwei Personen mit Abendessen und Übernachtung. Geben Sie Ihre Stimme ab.

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“ Weitere Museen, die Chancen auf den Preis haben, sind das Bonnefanten (Maastricht), das H’ART Museum (Amsterdam), das Museum de Fundatie (Zwolle), das Keramiekmuseum Princessehof (Leeuwarden), das Rijksmuseum van Oudheden (Leiden), Museum Arnhem und Museum Belvédère (Heerenveen), Rijksmuseum Twente (Enschede), Stedelijk Museum Amsterdam und Van Gogh Museum (Amsterdam) sowie Centraal Museum (Utrecht). Die Abstimmungsphase läuft vom 28. August bis einschließlich 14. September 2025. Danach heißt es für das Museum Gouda und die anderen Nominierten abwarten. Die Preisverleihung findet am Mittwoch, dem 15. Oktober, in der Rotterdamer Kunsthal statt.

Die Ausstellung „Susanna“ wurde unter anderem durch das Mondriaan Fonds, den Cultuurfonds, Fonds 21 und die Stadt Gouda ermöglicht.

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Veröffentlicht am 2. September 2025