Die Agnietenkapelle ist der Überrest eines ehemaligen Frauenklosters, des Agnietenkonvents, am Nieuwe Markt in der niederländischen Stadt Gouda.

Das Agnietenconvent wurde Ende des 14. Jahrhunderts gegründet. Das Frauenkloster war der Heiligen Agnes geweiht. Die Schwestern lebten nach den Regeln des Augustinus. Das Kloster grenzte an ein anderes Frauenkloster, das Magdalenaconvent, das sich ebenfalls im Bereich des heutigen Nieuwe Markt befand (siehe Abbildung). Die gotische Kapelle dürfte Mitte des 15. Jahrhunderts erbaut worden sein. Das Agnietenconvent bestand aus einem Klosterhof, um den herum die Gebäude angeordnet waren: eine Kapelle mit Sakristei, das Kloster, eine Brauerei, Wirtschaftsgebäude und Stallungen. Es lief nicht besonders gut für dieses Kloster, das 1515 vom eigenen Pater des Klosters als „dieses arme und elende, armselige Kloster“ bezeichnet wurde.

Nach der Reformation diente die Kapelle zunächst als Werkstatt für die Teppichweber der Stadt. Im Jahr 1653 wurde in dem Gebäude das Pfandhaus, die Pfandleihe, eingerichtet. Bis 1924 konnten die Einwohner von Gouda hier gegen eine Sicherheit Geld leihen. Ab 1924 diente das Gebäude wechselnden Zwecken als Arbeitsvermittlungsstelle, Lebensmittelausgabe, Notpostamt und als Kunstzentrum.[5] Im Laufe der Zeit wurden die verschiedenen Gebäude des Klosters abgerissen. In den 1960er und 1970er Jahren stand die Kapelle jahrelang leer und war ebenfalls vom Abriss bedroht. In den Jahren 1972 bis 1975 wurde das Gebäude restauriert. Heute dient es verschiedenen kulturellen Aktivitäten wie Ausstellungen und Empfängen.

Die Agnietenkapelle wird auch vermietet:

Ausstattung: 100 Stühle und 12 Ausstellungstafeln, mobile Bar, kleine Küche mit Kühlschrank und Kaffeemaschine, Tonanlage.

Informationen

Nieuwe Markt 100, Gouda In Google Maps öffnen

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